GHTC Mädchen A werden Dritter bei der Hallen-DM

Das gesamte Team jubelt mit Urkunde und Riesen-GHTC-Fahne über den dritten Platz bei den Deutschen Hallenmeisterschaften 2015/16.

 

Auf den blauen Wimpel hatten es unsere Mädels abgesehen und deshalb wurde die Mission generalstabsmäßig geplant, es wurde nichts dem Zufall überlassen.

 

Das Hotel wurde gebucht, die Mahlzeiten vor, zwischen und nach den Spielen mit Bedacht ausgewählt und vorbestellt, zwei 9’er-Busse der Heinrich-Corsten-Schule gechartert, das Programm mit Morgenlauf, Videoanalyse und Besprechung minutiös getaktet, dass „Kamera-Gespann“ stand ebenfalls mit Fredy und Daniel – kurzum „es war angerichtet!“

 

„Jetzt lag die Wahrheit auf dem Platz“, bekanntlich ein altes Herberger-Zitat. Die Mädels mussten jetzt nur Ihre Form aus der Vorrunde sowie der WHV-Endrunde konservieren und für die zwei anstrengenden Turniertage nochmals alles geben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie die komplette Orga für das gesamte Wochenende liegen auch die Trikots der Spielerinnen auf der Bank bereit.

 

 

Also, zum Start: Freitag, 19.02.2016, 12.45 Uhr Treffpunkt an der Henrich-Corsten-Schule

Die Eltern gaben ihre Kinder für die nächsten drei Tage in die Obhut von Anja, Simone, Tibor, Nils und Arndt. Da alle Eltern sich als Fans für den Samstag und Sonntag angesagt hatten, war die Trennung jedoch nicht allzu lang. Getreu dem Motto „Eine Busfahrt, die ist lustig, eine Busfahrt, die ist schön“ machte sich die Mannschaft auf den Weg. Laute Musik und ausgelassene Freude waren für die beiden Busfahrer Nils und Arndt für die nächsten 3 Stunden ständiger Wegbegleiter. Eine „Schein-Unfallstelle“ auf der A61 brachte den minutiös getakteten Zeitplan kurzfristig ins Wanken, aber für solche Herausforderungen hat man ja schließlich die Improvisation erfunden. Heißt, der Tross machte sich sofort zur Eingewöhnungseinheit in die Konrad-Frey Halle zu Bad Kreuznach, um Bodenbeschaffenheit, Kabinen und sonstige örtliche Gegebenheiten zu inspizieren - es war rutschig, glatt und etwas anders als in der heimischen Halle, das wird später noch eine Rolle spielen ...

Nach dieser ersten Einheit des Gewöhnens ging es ins Hotel, Check in (auch schon aus MG vorbereitet), Abendessen und erste DM-Besprechung. Die Trainer verteilten Aufgaben, Verantwortungsbereiche und Glücksbringer, die zur allgemeinen Aufheiterung beitrugen. Um 22 Uhr war dann Bettruhe, an die sich auch alle hielten.

 

Der 1. Turniertag, Samstag, 20.02.2016

Wecken, Morgenlauf mit Nils (ohne Arndt), Frühstück (da wieder mit Arndt), Video/Besprechung fürs erste Spiel gegen ESV München (zur gleichen Zeit durfte Anja bereits am Turnier-Briefing teilnehmen), Fahrt zur Halle, kurzer Blick auf das Spiel der weiteren Gegner in der Gruppe (Berliner HC und Club a.d. Alster), Warmlaufen, Einspielen, Begrüßung des Gegners, Einschwören, und dann war es 11.40 Uhr, Spielbeginn !

 

 

Berlin hatte als Favorit im ersten Turnierspiel gegen Club a. d. Alster verloren. Der Start gegen ESV München war nicht gerade verheißungsvoll - die erste Aktion der Münchnerinnen führte direkt zu einer „Kurzen Ecke gegen“, die Lulu jedoch auf der Linie stehend aus dem Winkel fischte. Jetzt endlich waren auch die Gladbacher erwacht. Es wurde ein munteres Auftaktspiel, in dem wir die etwas besseren Chancen hatten und diese dann zu extrem günstigen Zeitpunkten zu nutzen wussten. Kurz vor der Pause ist z.B. solch ein günstiger Moment für den Führungstreffer. Das Spiel blieb aber auch nach der Pause offen, und plötzlich nutzte die beste Münchner Spielerin eine Unachtsamkeit in der Abwehr zum Ausgleich, aber es war noch ausreichend Zeit. Wir hatten das Spiel im Griff, aber das Tor wollte nicht fallen. Und wie war das nochmals mit dem günstigen Zeitpunkt? Kurz vor Schluss ist ebenfalls ein solcher, und Lulu machte mit ihrem zweiten Treffer den ersten Sieg perfekt. Alle waren sehr erleichtert.

 

 

Viel Zeit blieb nicht, um 13.40 Uhr stand das nächste Spiel gegen den Berliner HC auf dem Plan. Zwischenmahlzeit (einen lieben Dank an Hannah Brux, die tatkräftig mitgeholfen hat, Obst, Kuchen und sonstiges Essen zu „schibbeln“), Besprechung im 3x3m großen Eingangsbereich, und wieder warmlaufen, einspielen und nochmals einschwören. Ein Sieg gegen den BHC wäre die vorzeitige Halbfinalteilnahme gewesen. Die Mädels gingen gut vorbereitet, bestens auf den Gegner eingestimmt, zu werke. Die Berlinerinnen wollen eher über die körperbetonte Spielweise zum Erfolg kommen. Das Spiel beginnt, aber diesmal mit guter Kontrolle der Gladbacher, direkt zu Beginn „Kurze Ecke für“. Nachdem im ersten Spiel schon zwei „Kurze Ecken“ ungenutzt blieben (eigentlich eine ausgewiesene Stärke der Gladbacher Mädels), was noch auf die fehlende Erfahrung mit dem Spielboden zurückzuführen war, kommt unsere Eckenschützin Anna einfach nicht in den richtigen Eckenmodus.

 

 

Lene dachte sich, dann mach ich es eben aus dem Spiel, 1:0 für uns. Wieder gehen wir mit einer Führung in die Pause, ein gutes Vorzeichen. Das Spiel wird nach dem Wechsel deutlich intensiver, da Berlin den körperlichen Vorteil jetzt ausspielen will. Wir halten jedoch dagegen, bekommen aber zwei grüne Karten (Verwarnungen). Aber die Mädels haben gezeigt, dass sie Willens sind sich zu wehren. Dann können sich die Berlinerinnen doch mal über rechts durchsetzen und erzielen den Ausgleich. Der Kampf um den Sieg und den direkten Halbfinaleinzug geht von vorne los. Berlin kommt mit unserem Drucksystem nicht wirklich zurecht, und so ist es die logische Folge, dass wir immer mehr Kontrolle über das Spiel bekommen und unser zweiter Treffer in der Luft liegt. 4 min. vor dem Ende netzt Gweny den Ball zum 2:1 ein!

 

 

Leider ist die Führung nicht von Dauer, und im direkten Gegenstoß fällt eigentlich aus dem Nichts der erneute Ausgleich. Aber wir lassen uns nicht beirren, denn bis hierher ist unser Plan aufgegangen. Wir drängen auf das Siegtor, aber es fällt nicht. Dann laufen die letzten 30 Sekunden, „Kurze Ecke für“! Wenn das nicht die Gelegenheit ist, dem glatten Hallenboden ein Schnippchen zu schlagen, diese Ecke erfolgreich zu verwandeln und ins Halbfinale einzuziehen. Volle Konzentration, Anna schießt, hart, kniehoch ins lange Eck und alle haben den Torschrei schon auf den Lippen, aber die Berliner Linienspielerin hält den Schläger rein und wehrt den Ball ab. Spielende 2:2 !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gweny bei der Physio-Einheit nach dem Spiel gegenden Berliner HC bei Simone.

 

 

Verständlicher Unmut macht sich breit, da vom Chancenverhältnis deutlich mehr drin gewesen wäre. Aber nichts ist verloren, dass letzte Spiel gegen den Club a. d. Alster muss die Entscheidung bringen. Erstmal ist jedoch etwas mehr Zeit zwischen den Spielen, also ab zum Mittagessen zum Italiener des Vertrauens. Danach geht es wieder ins nah gelegene Hotel, und die finale Besprechung bzw. Videoanalyse sollte den Mädels die letzten Erkenntnisse über Alster geben. Wir hatten uns auf ein echtes Gruppenendspiel eingerichtet. Aber, wie sagt man im Allgemeinen, „Glück muss verdient werden“, und wir hatten es uns verdient. Der ESV München gab uns Schützenhilfe und besiegte den Berliner HC, so dass wir vor dem Spiel gegen Alster Hamburg als Halbfinalist feststanden.

 

Es ging um den Gruppensieg. Die Frage war, gehen wir volles Risiko und volle „Pulle“ nach einem langen, anstrengenden Tag oder verordnen wir verhaltende Schonung für die Mädels, die die ersten beiden Spiele fast durchgespielt haben. Wir haben uns auf verhaltende Schonung verständigt. So konnten wir auch alle Mädels nochmals ins Spiel bringen, um Spielpraxis zu sammeln. Unserem Spielfluss tat das keinen Abbruch, wir starten furios und erzielen per kurzer Ecke (!) das 1:0. Sollte jetzt am Ende des ersten Tages der Knoten geplatzt sein. Auf jeden Fall ein gutes Zeichen. Wir hatten auch das dritte Gruppenspiel bestimmt, leider nicht die nötigen Tore erzielt, um den Sack zuzumachen. Mitte der 2. Hälfte eine Schrecksekunde für unser Team, Anna rutsch wieder aus, und greift sich an den verletzten, getapten Oberschenkel. Sicherheitshalber geht sie vom Feld. 3 min. vor Schluss dann wieder ein unnötiges Gegentor. Aber die Mädels stemmten sich nochmals gegen das Unentschieden und erspielten sich Hochkaräter im Minutentakt. Der Torerfolg blieb aus, dennoch waren wir mit dem 1:1 nicht unzufrieden. Keines der drei Gruppenspiele verloren und als Zweiter fürs Halbfinale qualifiziert. Dazu konnten Lynn und unsere B-Mädchen, Maja und Finja, auch noch aktiv DM-Luft schnuppern.

 

Jetzt war aktive Erholung angesagt. Zurück im Hotel wurde Pool und Sauna von den Mädels in Beschlag genommen. Die zahlreichen Fans (darunter natürlich auch alle Eltern) waren im gleichen Hotel untergebracht und hatten sich für den Abend beim bereits erwähnten Italiener des Vertrauens zum Abendessen eingebucht. Vorher wurde aber in der Hotel-Lobby der Tag von den sichtlich stolzen Fans und Eltern nochmals Revue passieren lassen. Die Mannschaft blieb im Hotel und wurde wie am Abend vorher im Hotelrestaurant beköstigt. Im Anschluss gab es noch eine kurze Besprechung und dann weiter zur aktiven Erholung bei Physio Tibor. Fredy, Daniel, Nils und Arndt machten sich danach auf zum Italiener, um noch die ein oder andere Szene aus den Spielen vom Tage mit den Eltern zu besprechen, zu erläutern und zu diskutieren. Man hörte immer wieder die Schlagworte „tolle Truppe“, „Stolz“, „super gespielt“, „verdiente Halbfinalteilnahme“.

 

Das war das Stichwort (Halbfinalteilnahme). Fredy und Daniel hatte ja den kompletten Samstag gefilmt, so dass jetzt die Videos gesichtet werden mussten. Es sollte eine lange Nacht am Bildschirm werden. Die Mädels hatten sich derweil in Ihren Flur zurückgezogen, waren alle diszipliniert und folgten der angewiesenen Bettruhe von 22 Uhr.

 

 

 

 

 

 

Unsere Bank im letzten Gruppenspiel gegen Club a. d. Alster Hamburg:
Lulu, Lene, Maja, Finja, Lynn, Tibor (verdeckt) und Anja, davor Lina.

 

Der 2. Turniertag, Sonntag, 21.02.2016

Da wir das 2. Halbfinale hatten, konnten wir unseren Start in den Tag ähnlich wie am Samstag gestalten. Nach dem Frühstück präsentierten Nils und Arndt die gewonnenen Erkenntnisse über den Halbfinalgegner TSV Mannheim. Mit Folien und Videosequenzen wurde die Mannschaft eingestimmt, der „Schlachtplan“ stand fest (s. Bild links)!

 

Zur Freude haben auch noch einige Fans den Weg nach Bad Kreuznach auf sich genommen, um uns beim Halbfinale zu unterstützen. Die Mädels hat besonders gefreut , dass unser A2-Coach Oli Kremers mit Anne, Leonie und Lynn auch noch ins Hotel gekommen ist, um den Mädels viel Erfolg zu wünschen.

 

In der Halle angekommen, lief das 1. Halbfinale bereits (Alster gewann knapp gegen Braunschweig). Die Vorbereitung lief einwandfrei, die Mädels waren sehr fokussiert, man spürte die Anspannung bei allen Beteiligten. 10.20 Uhr pünktlicher Anpfiff. Nach zwei gespielten Minuten, die erste „Ecke für“! Was für ein Auftakt. Jetzt galt es den positiven Trend von gestern fortzusetzen. Schuss, Fußabwehr der Linienspielerin, Siebenmeter! Anna trat an, der Schuss rutscht ein wenig ab, der Keeper kann parieren, 0:0! Aber das Spiel hatte ja gerade erst begonnen. Ein bis zwei Chancen auf beiden Seiten später fällt in der 4 min. das 1:0 für Mannheim. Ein Spiel auf Augenhöhe, noch ist alles offen. Unsere Mädels haben sich von dem Rückstand nicht beirren lassen und verfolgen ihren Matchplan, der zu einem leichten Übergewicht bei den Aktionen in Richtung Mannheimer Tor führt. Lulu hat den Ball zum wiederholten Male erobert und holt eine „Kurze Ecke“ raus. Ecke wird ausgeführt, aber muss wiederholt werden. Unsere Eckenschützin Anna steht wieder bereit (hoffentlich ist nichts vom verschossenen Siebenmeter hängen geblieben), Ecke kommt raus, und Tor - 1:1 in der 8. Minute.

Das 1:1 von Anna im Halbfinale live & in Farbe - leider blieb es bei dem einen Eckentor im Halbfinale!

 

Was ein Tor bewirken kann, sieht man in den restlichen 3 Minuten der 1. Halbzeit. Unsere Mädels erspielen sich mit dem Selbstbewusstsein des Ausgleichstreffers noch eine gute Chance und eine weitere Ecke, die wieder an eine Fuß der Mannheimerinnen gespielt wird, und es dadurch eine erneute Ecke gibt. Es ist wieder so ein guter Zeitpunkt, nur noch eine Minute bis zur Pause. Leider ist die erste Welle der Rausläufer schnell draußen und kann die Ecke ablaufen. Pause, 1:1 ! Die 2. Halbzeit beginnt, wie die erste aufgehört hat. Unsere Mannschaft will’s nun wissen. Der Schiedsrichter entscheidet erneut auf „Kurze Ecke für“. Der Schiri auf der anderen Seite mischt sich jedoch ein und die Ecke wird zurückgenommen. Danach fangen beide Teams einige gegnerische Angriffe ab, so dass sich kaum Torchancen ergeben. Unsere Mädels fangen zwar die Bälle weiter vorne ab, spielen aber den letzten Pass in den Kreis zu ungenau. Und dann fällt doch noch ein Tor, aber für Mannheim. 90% der Zuschauer in der Halle sehen aber beim Torschuss der Mannheimerin einen Regelverstoß (selbst die Mannheimer Trainer haben sich gewundert, dass das Tor zählt), nur der Schiedsrichter hat es anders gesehen. Auch das vehemente Protestieren von den Trainer auf der Bank hilft nicht, der Treffer wird gegeben. Es steht 3:17 min. vor dem Spielende 1:2! Heißt, es sind noch 3:17 min. Zeit den Ausgleich zu erzielen oder sogar noch den Siegtreffer. Aber es gibt in solchen Spielen, und dann vor allem in solchen Momenten, ja auch ein Gefühl, dass wer beim Stande von 1:1 das nächste Tor schießt, auch als Sieger den Platz verlässt. Unser Team hat sich aber nochmals aufgebäumt, und sich gegen die Niederlage gestemmt. Gweny und Lene haben jeweils noch einmal die Gelegenheit zum Torschuss, aber die Mannheimer Torhüterin rettet letzten Endes den Sieg, Mannheim steht im Finale und der GHTC spielt um den 3. Platz. Das ist die in diesem Augenblick nüchterne Bilanz.

 

Den Emotionen wurde jetzt freien Lauf gelassen: Ärger, Traurigkeit, Tränen, Wut, Fassungslosigkeit waren die ersten Gedanken bei allen Beteiligten. Aber schnell hatten sich auch die Trostspender, Unterstützer in Worten und Gesten, Mitfühlenden auf den Weg zu den Mädels gemacht. Die Abschlussbesprechung nach dem Spiel war natürlich alles andere als angenehm, aber es galt ja auch, trotz der schmerzhaften Niederlage, noch das Spiel um Platz 3 erfolgreich zu bestreiten. Nachdem bei den meisten die Tränen getrocknet waren, hat man auch schon wieder das Funkeln gesehen. Auf jeden Fall wollte das Team den 3. Platz!

 

Es gab eine letzte Zwischenmahlzeit (ein erneuter Dank an die helfenden Hände von Hannah Brux), die letzte Besprechung, um sich auf die Braunschweigerinnen einzustellen, ein letztes Mal aufwärmen und einspielen, bis dann um 12.30 Uhr das Spiel um Platz 3 begann. Von Beginn ließen die Mädels keinen Zweifel daran aufkommen, wer das Spiel gewinnen würde. Mit Wut im Bauch legten sie los und erspielten sich in den ersten Minuten einige gute Chancen, von der eine schnelle Freistoßvariante zwischen Paula und Anna zum verdienten 1:0 in der 4. Min. führte. Eine Unachtsamkeit in der Abwehr führte zur ersten Ecke für Braunschweig, die Lina an die Schulter bekam und von der Schulter ins Tor abgelenkt wurde, 1:1. Zwar hatte Braunschweig nach dem Ausgleich erneute die Chance per „Kurze Ecke“ ein Tor zu erzielen, aber die Eckenabwehr funktioniert. Danach nahm aber der GHTC wieder das Heft in die Hand.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schöne Einzelaktion von Anna im Spiel um den 3. Platz.

 

 

Eine schöne „Hundekurve“ von Paula, und ganz clever und abgezockt lässt sie die Torfrau ins Leere springen und läuft mit dem Ball über die Torlinie, Super-Tor zum 2:1! Und weitere Chancen lassen nicht lange auf sich warten, Lynn versuchte einen Rückhand-Heber, scheitert aber am Torwart. Paula setzt sich zweimal hintereinander klasse über rechts durch, aber das Tor ist diesmal vernagelt. 2:1 zur Halbzeit, und man hat das Gefühl, die Gladbacher Mädels wollen die Braunschweiger überrollen.

 

Direkt nach Wiederanpfiff knüpfen unsere Mädels da an, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört haben, eine Chance reiht sich an die andere Lulu, Gweny, Lene und Emma prüfen die Haltbarkeit der Torwartausrüstung der Braunschweiger Keeperin.

 

Nochmal ein leichtes Aufbäumen von Braunschweig, aber die letzte Aktion gehört dem GHTC, nochmals „Kurze Ecke für“. Die Spielzeit ist abgelaufen, aber die Ecke wird natürlich noch ausgeführt. Die Braunschweiger Torhüterin läuft ein letztes Mal voll durch und wehrt dadurch den Ball ab.

 

Unsere Mädchen A sind Dritter der Hallen-DM 2016! Nach dem Halbfinale gab es noch Tränen, jetzt nur Freude pur über den 3. Platz und die Gewissheit als Team ein wirklich sensationelles Turnier gespielt zu haben.

 

Wir alle haben uns dann natürlich das Finale angeschaut und mussten mit ansehen, wie Mannheim ziemlich souverän Deutscher Meister wurde. Und wir haben uns alle an das sehr enge und durch eine vermeidliche Fehlentscheidung entschiedene Halbfinale erinnert. Aber das war vorbei...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Adi Pasarakondo überreicht Paula Brux die Urkunde des All-Star-Teams.

 

Vor der Siegerehrung durfte der U16-Bundestrainer Adi Pasarakonda sein All-Star-Team benennen, und Paula hat es ins Team geschafft.

 

Danach wurden alle Platzierungen verkündet und unsere Mädels erhielten neben der Urkunde für den 3. Platz auch eine bronzene Anstecknadel vom DHB. Damit war der sportliche Teil beendet, und die Heimfahrt stand bevor.

 

Fredy und Nils steuerten die beiden Busse sicher nach Mönchengladbach. Bei der Fahrt wurde schon ausgiebig und laut gefeiert. McDonald’s wurde natürlich auch noch angefahren, und irgendwann war der gesamte Trupp, Mannschaft, Fans und Eltern im Clubhaus vereint. Nach einer kleinen Ansprache von Florian Kunz, dem 1. Vorsitzenden des GHTC, ging die Party weiter.

 

Mara & Lene testen die Wassertemperatur im Pool (oben).

 

 

 

 

 

 

 

Die Disco-Box brannte nochmals (links).


 

Die Disco-Box, die das ganze Wochenende schon am Start war, musste jetzt noch einmal alles geben. Selbst der GHTC-Pool war vor den Mädels nicht sicher. Bei Pizza und „einem“ Ouzo von Theo für die Mannschaft klang das Wochenende dann aus ...

 

An dieser Stelle möchten wir, die „Mädchen-A-Mannschaft“ und „Staff“, uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns an diesem Wochenende und auch schon im Vorfeld über die gesamte Saison, unterstützt haben.

 

Die Mannschaft & der Staff bedanken sich bei den mitgereisten Fans und Eltern fuer die sensationelle Anfeuerung - Ihr ward spitzenmäßig!

 

Beim GHTC, beim Vorstand, bei Hanna Roehrs, bei Hannah Brux, bei den Fans und Eltern, bei den Fotografen (es haben so viele Fotos gemacht), bei der Heinrich-Corsten-Schule (Christian Specks) und bei Theo (für den Ouzo).

 

Wir Mädels bedanken uns natürlich auch beim gesamten „Staff“, bei Simone (die am Samstag für Tibor eingesprungen ist), bei Tibor (der seine Fortbildung für 1,5 Tage ausgesetzt hat), bei Fredy und Daniel (die viereckige Augen vom Filmen haben und dennoch Mädels und Bus sicher nach Hause gefahren haben), bei Anja (für die grandiose Organisation im Vorfeld der DM, aber auch über die gesamte Saison als fürsorgliche Betreuerin und „Daisy“ für Alles), bei Arndt (unserem unermüdlichen CO, der für seine „kurzen“ Besprechungen bekannt ist, der immer für Emotionen gut ist sowie mit seinem Gemüt und seiner Gestalt unser Winnie Pooh ist) und „last, but not least“ bei Nils (Papa Schlumpf, der, der das sagen hat, in akribischer Kleinstarbeit alles analysiert, auf links dreht, den Schlachtplan erstellt, unser Spielsystem verfeinert und noch variabler macht, auch mal bis in die Nachstunden Videos schneidet und am nächsten Morgen wie aus dem Ei gepellt aussieht, nie ein böses Wort, einfach Spitze !).

 

Finally aber der Dank an die Protagonisten dieses Berichts, die Mädchen A Mannschaft ! Hier nochmals alle namentlich erwähnt: Tabi, Finja, Anna, Lina, Lucia, Jana, Paula, Lulu, Lene, Gweny, Emma, Lynn, Maja und Mara.

 

Leider ist Euch der Sprung nach ganz oben aufs Podest, der Gewinn des „Blauen Fähnchens“, verwehrt geblieben. Aber, der 3. Platz mit einer solch sensationellen Turnierleistung, ist aller Ehren wert! Ihr könnt alle mit erhobenem Haupt und voller Stolz von Euch sagen, wir haben GROSSES geleistet, wir haben alles gegeben, wir sind zu einem wahres Team zusammengewachsen und haben uns den Aufgaben gestellt und sind an den Aufgaben gewachsen. Das wird zwar nicht mit einem „Blauen Fähnchen“ belohnt, ist aber ebenso wichtig und wertvoll !

 

Ein Bericht der „Mädchen-A-Mannschaft“ und des „Staffs“

 

Mädels, Ihr könnt stolz auf Euch sein! Wir sind es jedenfalls!

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